Beratende Ingenieure im Bauwesen

 

Brücke Nütschau

Grundsanierung der Travebrücke

Anschrift

Schloßstraße / Nütschauer Weg
23843 Travenbrück OT Nütschau

Bauherr und Auftraggeber

Gemeinde Travenbrück
Mewesstr. 22-24
23843 Bad Oldesloe

Gebäudedaten

Planungszeitraum: 2009-2010
Baubeginn 2009-2010
Fertigstellungstermin 2010
Stützweite: 14,0 m
Breite: 6,02 m
Fläche: ca. 180 m²

Unsere Leistungen

Tragwerksplanung: Phase 1 bis 9 (§ 49 HOAI 2009)

 

Objektbeschreibung

Das Haupttragsystem bilden 5 Stahlträger IPE 500 im Abstand von 94 cm. Als Fahrbahnkonstruktion dienen Eichenbohlen mit b/d= 18/22 cm, wobei 2 cm als Verschleißschicht eingerechnet wurden. Auf diese Bohlen wurden später  diagonal verlegte Bohlen geschraubt!
Die Stahlträger lagern auf 4 Stahlbetonjochen (2 Widerlagerjoche und 2 Mittelstützen), die wiederum auf jeweils 4 Stahlbetonpfählen auflagern. In Längsrichtung erhalten die Pfähle keine Neigung. In Querrichtung erhalten die Außenpfähle jeweils Pfahlneigungen unter 6:1. Die Aufnahme der H -Kräfte wird über die Bettung der Pfähle innerhalb des Erdreiches aufgenommen. Das Schrammbord ist ebenfalls aus Eichenholz. Das bereits einmal sanierte Geländer besteht aus Bongossi. Das Schrammbord wird aus Hartholz gefertigt.

Statisches Konzept

Zunächst ist der Blick in den DIN Fachbericht 101 unabdingbar. Diese wurde mit dem 01.05.2003 bauaufsichtlich eingeführt. Die Übergangsfrist endete am 31.10.2003. Aufgrund der faktisch gegenüber vor ca. zwei Jahrzehnten stark veränderten Verkehrssituationen (Lasten, Achsanordnungen, Überfahrhäufigkeiten) hat der DIN Fachbericht 101 die Annahmen für die Einwirkungen (Lastannahmen) für Brücken völlig neu geregelt. Da Lastbeschränkungen von Straßenbrücken, wie auch hier, häufig ignoriert werden, gibt es keine Brückenklassen mehr. Somit gibt es im Regelfall gem. DIN Fachbericht 101 nur noch eine einzige Brückenklasse. Bei dieser Brücke, die nach dem alten Regelwerk belastet wurde, ergeben sich erhebliche Erhöhungen bei der anzusetzenden Verkehrslast. Da eine Statik nicht vorliegt, werden  Vergleichsrechnungen durchgeführt. Diese weisen höhere  Gesamtverkehrseinwirkungen auf. Für eine Belastung gemäß DIN Fachbericht 101 ist die Gründung und der Überbau nicht ausreichend tragfähig.
Aus diesem Grund erfolgt eine Einstufung in eine Geh- und Radwegbrücke mit Dienstfahrzeugsnutzung (zwei Achslasten mit 80 kN bzw. 40 kN, 12 to) gem. DIN-Fachbericht. Das Haupttragsystem bilden somit weiterhin 5 Stahlträger IPE 500 im Abstand von 94 cm. Als Fahrbahnkonstruktion dienen Bongossibohlen, wobei wiederum 2 cm als Verschleißschicht eingerechnet werden. Die Stahlträger lagern auf 4 Stahlbetonjochen (2 Widerlagerjoche und 2 Mittelstützen), die wiederum auf jeweils 4 Stahlbetonpfählen auflagern. An der Gründung ändert sich grundsätzlich nichts.

 

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